Der Hochstapler – Buchkunst zu Thomas Manns Felix Krull

Felix Krull ist eine Figur, die sich selbst erfindet – charmant, leichtfüßig, immer im Spiel mit Identität. Diese Haltung wollte ich in meiner Buchdeckelkunst sichtbar machen.


Ich habe mit Fragmenten gearbeitet: alten Buchseiten, dem Buchdeckel und -rücken einer Felix-Krull-Ausgabe von 1958, typografischen Spuren, Linien wie lose Gedankenfäden. Die Collage bleibt bewusst offen und schillernd – so wie Krull selbst. Jede Schicht ist eine kleine Maskierung, ein Rollenwechsel.


Die Farbwelt erinnert an alte Romane und vergilbtes Papier. Die Schriftzüge wirken in Bewegung, als würden sie sich im nächsten Moment neu ordnen. Denn Krull ist nie statisch.


Mich interessiert, wie sich literarische Figuren in Material übersetzen lassen. „Der Hochstapler“ ist für mich weniger Illustration als Interpretation – ein Versuch, Eleganz und Ironie in eine visuelle Dramaturgie zu überführen.


Ein Werk über Verwandlung und das Spiel mit Identität.

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