Artikel mit dem Tag "Buchdeckelkunst"
07. März 2026
Manchmal entsteht Orientierung nicht durch Linien, sondern durch Worte. Diese Karte sammelt Begriffe, die auch mit innerer Navigation zu tun haben: Kurs, Leitstern, Heimathafen. Sie stehen wie kleine Markierungen im Raum, ohne etwas festzulegen. Die Zeichnung bleibt bewusst reduziert – die Küste, ein Leuchtturm, ein Kompass. Alles Elemente, die eher andeuten als beschreiben. Mich interessiert das leise Zusammenspiel von Material, Linie und Sprache. Eine Karte, die weniger Wege zeigt als...
25. Februar 2026
Ein grauer Einband wie eine Fassade aus Stein, innen ein kleiner Raum aus Holz, Metall und verblassten Noten. Die Registerbegriffe stehen wie ein Pfeifenwerk aus Sprache, dahinter nur ein Hauch von Linien, ein leises Echo. Ein stilles Stück über Architektur und Resonanz.
21. Februar 2026
In alten Büchern schlafen Schatten länger, als man glaubt. Der Buchdeckel mit seinem rot‑schwarzen Muster wurde zum Ausgangspunkt – ein Fundstück, das sofort das Vampyr‑Thema in mir geöffnet hat. Gearbeitet habe ich mit Gouache und Stempelfarbe; den Text setzte ich in „Drachenblut“, einem Rot, das wie ein leises Ritual über dem Papier steht. Der Vers stammt aus "Der Giaur" von Lord Byron – ein Fragment voller Dunkelheit, Begehren und Unruhe, das sich fast von selbst in das...
25. Januar 2026
Zeit lässt sich nicht festhalten – und genau darin liegt ihr Reiz. In "Tempus fugit" wollte ich Bewegung, Vergehen und die stille Dringlichkeit dieses Satzes sichtbar machen. Ich habe mit alten Buchdeckeln, Patina und einer reduzierten Farbwelt gearbeitet. Linien und Schriftzüge bleiben fragmentarisch, als würden sie sich im nächsten Moment weiterziehen oder auflösen. Die Komposition ist offen, fast atmend. Die Materialien tragen Spuren von Gebrauch und Vergänglichkeit – kleine...